Redakteur/Quelle: Dietmar Zschäbitz / suedkurier.de
Die Villingerinnen mussten sich im vierten Saisonspiel zum dritten Mal geschlagen geben. Wie schon vor einer Woche im Heimspiel gegen Bad Vilbel (0:3) unterliefen den Villingerinnen in den 73 Spielminuten zu viele Fehler, die Stuttgart eiskalt bestrafte. „Vom Gefühl her waren wir uns sicher, zumindest einen Punkt mitzunehmen. Doch erneut war die Fehlerquote zu hoch und in einigen Szenen fehlte die nötige Ruhe“, bilanzierte TV-Trainer Sven Johansson den Auftritt. Zwar habe sein Team im Rahmen seiner Möglichkeiten gut aufgeschlagen, doch bei der Ballannahme war das Spiel zu fehlerbelastet. Zudem gelang es Villingen nie, die starke Stuttgarterin Annika Berndt aus dem Spiel zu nehmen.
Lisa Grünwald, Pauline Kopf, Michelle Cattarius, Patricia Storz, Nina Schuhmacher, Alisa Greguric und Libera Martina Sias starteten denkbar schlecht (1:7) in den ersten Satz. So baute sich schnell eine Last auf den Schultern auf. Dem großen Rückstand rannte Villingen durchgehend hinterher. Erst beim 18:20 Rückstand keimte etwas Hoffnung auf. Johansson, der im gesamten Spiel wenig wechselte, brachte Greta Kopf für Storz, doch Stuttgart agierte routiniert und abgeklärt. Nach 24 Minuten war die 1:0 Führung der Gastgeberinnen perfekt.
Satz zwei begann für Villingen, wieder mit der Startformation beginnend, deutlich besser. Villingen ging sogar in Führung (6:4/15:13). Als die Gäste sogar mit 22:18 Punkten vorne lange, deutete sich ein Satzgewinn an. Stuttgart nahm eine Auszeit und Villingen verlor komplett das Konzept. Bis zum Satzende punktete Stuttgart sieben Mal, Villingen einmal. „Diesen Vorsprung darfst du dir nicht nehmen lassen. Wir haben in dieser Phase völlig den Faden verloren“, resümiert Johansson.
Mit der 2:0-Satzführung im Rücken trumpfte Stuttgart nach dem erneuten Seitenwechsel wieder auf. Selbst den 0:3-Rückstand konterte Stuttgart schnell (10:7). Kurzzeitig gelang Villingen der Ausgleich (11:11), doch mehr ließ Stuttgart nicht zu. Punkt für Punkt setzte sich Stuttgart vor den rund 150 Zuschauern immer deutlich ab und gewann auch Satz drei sehr souverän.
„Die Partie verlief ähnlich dem Heimspiel gegen Bad Vilbel. Auch da haben wir unnötig einen fast schon sicheren Satzgewinn hergeschenkt. Zudem zeigte das Spiel einmal mehr, dass uns die Breite im Kader fehlt. Es ist kaum möglich, Spielerinnen eine kurze Verschnaufpause zu geben. Wir haben gesehen, wo wir im Training ansetzen müssen, um uns zu verbessern“, ergänzt Johansson. Dafür bleiben ihm und der Mannschaft nun zwei Wochen Zeit, bevor am 15. November der bisher so starke Aufsteiger Lebach in Villingen gastiert.