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12.12.2025 :: Damen 1 :: Bericht

Der TV Villingen will am Bodensee eine Reaktion zeigen

Redakteur/Quelle: Dietmar Zschäbitz / suedkurier.de

Die Drittliga-Volleyballerinnen aus dem Schwarzwald sind am Samstag im Südbaden-Derby gegen den USC Konstanz gefordert.

Nach dem 0:3 am vergangenen Samstag gegen Auerbach streben die Villinger Volleyballerinnen im Südbaden- Derby eine Wiedergutmachung an, die auch Trainer Sven Johansson fordert. „Ich möchte eine Reaktion sehen. Wir dürfen jetzt den Anschluss an das Tabellenmittelfeld nicht verlieren. Mein Team hat in dieser Saison schon mehrfach gezeigt, dass es besseren Volleyball spielen kann. Die vergangene Partie muss ein Ausrutscher bleiben.“

In den vergangenen Jahren gab es für Villingen in Konstanz nie viel zu holen. Doch die Ausgangslage hat sich verändert. Konstanz steht mit nur zwei Punkten mehr auf der Habenseite in der Tabelle direkt vor Villingen. Britta Steffens, die zwischenzeitlich auch für Villingen aufgeschlagen hat, ist nach Freiburg gewechselt. Mit Lisa Spomer, Lena Schuh und Felicitas Piossek stehen noch immer drei ehemalige Villingerinnen im Team von Konstanz, wobei Spomer zuletzt angeschlagen aussetzen musste und auch Piossek nicht alle Spiele bestritt. Johansson warnt jedoch vor Schuh. „Lena spielt sehr abgezockt und versucht, den Block anzuschlagen. Genau das Mittel, mit dem uns Auerbach in ganz große Schwierigkeiten gebracht hat.“

Nach der schwachen Leistung gegen Auerbach wollte Johansson nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und wertete die Partie im Training ausführlich aus. „Ich habe auf Video mehrere Szenen zusammengeschnitten, die bei uns nicht gestimmt haben. Wir haben diese Szenen ausführlich aufgearbeitet.“ Nicht zufrieden war Johansson zudem mit den eigenen Angaben, die zwar zu nahezu 95 Prozent kamen, jedoch viel zu oft ohne jeglichen Druck über das Netz geschlagen wurden und somit auf der anderen Seite zur leichten Beute wurden. „Wir müssen da mehr ins Risiko gehen. Mit richtig druckvollen Angaben kannst du das Aufbauspiel auf der anderen Seite unterbinden“, wünscht sich der Villinger Trainer.

Immerhin zeichnet sich ab, dass Villingen die kurze Dienstreise in Bestbesetzung antreten kann. Zwar kränkelten einige Spielerinnen unter der Woche leicht, doch für die Partie hat sich keine Spielerin abgemeldet. Vor allem die Routiniers wie Nina Schuhmacher, Michelle Cattarius oder die zuletzt oft zur wertvollsten Spielerin gewählte Martina Sias müssen die Führungsrollen übernehmen.

„Personell sind wir selbst am Block nicht schlecht aufgestellt. Wir haben endlich einmal größere Spielerinnen, die auch Sprungkraft mitbringen. Allerdings dürfen wir uns nicht anschlagen lassen“, ergänzt Johansson. Auch deshalb stufte er unter der Woche die Blockarbeit als zusätzlichen Trainingsschwerpunkt ein. Villingen muss in Konstanz punkten, um den Rückstand nicht auf fünf Zähler anwachsen zu lassen. „Ein gesunder Druck muss da sein, er darf uns jedoch nicht hemmen“, wird Johansson seinen Spielerinnen mitgegeben.

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