Redakteur/Quelle: Dietmar Zschäbitz / suedkurier.de
Die Villinger Volleyballerinnen sind beim Spitzenreiter der Liga mit der befürchteten Niederlage in die Rückrunde gestartet. Zwar gelang der Mannschaft um Trainer Sven Johansson ein überraschender Satzgewinn, doch in den drei weiteren Sätzen spielte Heidelberg seine Klasse aus und ließ Villingen keine Chance. Als wertvollste Villinger Spielerin wurde nach der Partie vor rund 55 Zuschauern und 85 gespielten Minuten Libera Martina Sias ausgezeichnet.
„Heidelberg hat sehr strukturiert gespielt. Einmal mehr hat sich bei uns gezeigt, dass nach großen Rückständen das Selbstvertrauen schwindet. Heidelberg war uns am Netz klar überlegen und hatte die nötige Schlaghärte, während wir bei unseren Angriffen etwas zu passiv agiert haben. Was meine Mannschaft kann, hat sie im zweiten Satz gezeigt. Auch da spielte Heidelberg in Bestbesetzung, doch wir waren sehr aggressiv. Da hat sich gezeigt, dass wir bei eigener Führung auch derart starke Gegner in Verlegenheit bringen können“, resümierte Johansson die Partie.
Lisa Grünwald, Miriam Sass, Michelle Cattarius, Patricia Storz, Pauline Kopf, Alisa Greguric und Libera Martina Sias fanden nicht gut in die Partie. Es klappte sehr wenig bei den Gästen, sie lagen frühzeitig klar zurück und Heidelberg hatte richt schnell 14 (!) Satzbälle, von denen der zweite genutzt wurde.
Nach dem ersten Seitenwechsel brachte Johansson Leticia Nofz für Greguric im Zuspiel. Diesmal lief es für die Gäste deutlich besser (5:9/12:15). Das Team spielte nun mit dem von Johansson geforderten Selbstvertrauen und baute zwischenzeitlich den Vorsprung auf sechs Punkte (17:23) aus. Die Hoffnung, zumindest einen Punkt zu entführen, kam nach dem 1:1 Satzausgleich zurück.
Da jedoch spielte Heidelberg nicht mit und setzte sich in Satz drei schnell wieder deutlich ab. Johansson gab nun Greta und Emma Kopf eine Chance, doch es gelang nicht, zurück ins Spiel zu finden. Mehr als 15 Villinger Einzelpunkte ließ Heidelberg nicht zu.
Im vierten Satz legte Villingen einen kompletten Fehlstart hin (2:11). Johansson versuchte mit einigen Wechseln die Gastgeber aus dem Konzept zu bringen, doch das gelang nur ansatzweise. Heidelberg spielte nun sehr konzentriert und nutzte den zweiten von zehn Matchbällen zum 3:1 Erfolg.
„Wir haben das ganze Spiel gegen Heidelberg sehr gut aufgeschlagen, müssen jedoch bei den eigenen Angriffen viel aggressiver werden. So bringen wir die Gegner nicht in Verlegenheit. Zudem gilt es nun, nach dem Ausfall von Nina Schuhmacher, den Mittelblock schnell in Fahrt zu bringen. Wie schwer der Ausfall von Nina wiegt, hat sich am Samstag deutlich gezeigt“, ergänzt der Villinger Coach.