Redakteur/Quelle: Dietmar Zschäbitz / suedkurier.de
Zu ungewohnter Zeit starten die Villinger Volleyballerinnen am Sonntag zum ersten Heimauftritt im Jahr 2026. Während Freiburg nach dem Jahreswechsel noch kein Punktspiel absolviert hat, musste sich Villingen am vergangenen Wochenende nicht ganz überraschend beim Tabellenführer Heidelberg (1:3) geschlagen geben. Ende November kassierte Villingen im Hinspiel in Freiburg eine 0:3-Niederlage. Dennoch bewertet TVTrainer Sven Johansson diese Partie heute noch als einen sehr guten Auftritt seiner Mannschaft.
Viermal traten die Villinger in der Vorrunde vor eigenem Publikum an und viermal setzte es Niederlagen. Kein einziger Punkt blieb bisher in der Hoptbühlhalle. „Wir haben keinen Heimkomplex und versuchen diese Dinge auszublenden. Dennoch möchte die Mannschaft natürlich sehr gerne den eigenen Fans ein Erfolgserlebnis schenken“, betont Johansson. Ob das gegen die Breisgauerinnen gelingt, ist jedoch fraglich. Freiburg scheint auf einem sehr guten Weg, den Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Bundesliga anzupeilen. „Freiburg ist wie zuletzt Heidelberg sehr ballsicher und macht einen eingespielten Eindruck. Sie haben eine klasse Mannschaft, die nicht zufällig so gut in der Tabelle da steht“, ergänzt Johansson. Freiburg hat personell den Vorteil, dass immer wieder neue Spielerinnen wegen eines Studiums in der Stadt an die Tür des Vereins klopfen, die eine gute Volleyball-Ausbildung mitbringen. So auch die Ex-Villingerin Jule Gaisser, die nach einem Intermezzo beim VfR Umkirch nun für FT Freiburg aufschlägt.
Johansson setzte in dieser Woche einige Schwerpunkte im Training. Neben den Angaben, die der Trainer zuletzt in Heidelberg als solide bezeichnete, ist dies vor allem die Blockarbeit, wo nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Nina Schuhmacher mit Miriam Sass sowie Pauline und Emma Kopf drei Spielerinnen um die zwei Positionen ringen. „Nina mit ihrer Erfahrung ist schier nicht zu ersetzen. Sie fehlt auf und neben dem Platz. Doch wir müssen jetzt die neue Situation annehmen und gute Lösungen finden“, fügt Johansson an. Die Blockarbeit sei daher aktuell das große Thema, doch auch die Angaben gelte es weiter zu verbessern. „Im Idealfall sollten wir dahin kommen, dass alle Spielerinnen druckvolle Angaben spielen und nicht nur zwei oder drei. Man hat als Spielerin bei den Angaben keinen Druck und die Zeit, um dich zu konzentrieren“, betont Johansson.
Spielerisch erwartet der Villinger Coach den kommenden Gegner ähnlich stark wie zuletzt Heidelberg und auch in der Spielweise seien beide Konkurrenten vergleichbar. Wegen des Sonntag- Termins haben die Villinger in der Vorbereitung nichts geändert. Jedoch ist für das Abschlusstraining geplant, zwei Nachwuchsspielerinnen einzuladen. „Ich möchte meine Mannschaft gerne noch einmal im Spiel sechs gegen sechs sehen, damit wir alle Eventualitäten durchspielen können. Freiburg wird sehr riskant spielen, doch wir möchten gerne den ersten Heimpunkt holen“, ergänzt der Trainer.
Für die Partie sind alle zehn verbliebenen Spielerinnen einsatzbereit. Offen ist wieder einmal, ob Alisa Greguric oder Leticia Nofz im Zuspiel beginnen. Johansson: „Möglicherweise warte ich hier sogar auf die Aufwärmphase ab. Es gibt auf der Zuspielposition keine klare Nummer eins.