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23.01.2026 :: Damen 1 :: Vorbericht

Villinger Volleyballerinnen gegen Ulm unter Zugzwang

Redakteur/Quelle: Dietmar Zschäbitz / suedkurier.de

Drittliga-Team empfängt am Samstag Schlusslicht. Zuspiel und Blockarbeit müssen stimmen.

Auch wenn die Frauen des TV Villingen bisher erst zwei Partien der Rückrunde absolviert haben, wartet am Samstag gegen den VfB Ulm ein richtungweisendes Spiel im Kampf um den Ligaerhalt. Villingen, in eigener Halle in den Punktspielen der Saison bisher noch ohne Punktgewinn, braucht einen Erfolg. Ulm reist punktlos als Tabellenschlusslicht an und hat in zehn Punktspielen nur sechs Sätze für sich entschieden. Für die Gäste ist es fast schon die letzte Chance, den Abstieg zu vermeiden. Am 18. Oktober gewann Villingen in Ulm mit 3:1-Sätzen, doch die Partie war bis auf den vierten Satz hart umkämpft und hätte auch anders enden können. Dennoch wird Villingen am Samstag mit der Favoritenrolle leben müssen.

Villingens Trainer Sven Johansson hat seine Mannschaft bereits am Dienstag im Training ausführlich auf den kommenden Gegner eingestellt. „Wir haben uns auf Video vom Hinspiel den von Ulm gewonnenen Satz komplett angeschaut. Da habe ich deutlich auf die sehr guten Aufschläge von Ulm hingewiesen. Ebenso auf die starke Diagonalspielerin, die mit ihren Angriffen damals sehr oft unseren Block überwunden hat. Wir werden eine starke Blockarbeit zeigen müssen“, sagt Johansson. Diesbezüglich wiegt der Ausfall von Nina Schuhmacher schwer, doch es gibt noch drei Spielerinnen für die zwei Positionen. Mit dem eigenen Aufschlagspiel war Johansson zuletzt zufrieden und erkannte eine gewisse Stabilität.

Wichtig wird für Villingen ein gutes Zuspiel sein. Leticia Nofz, am Sonntag gegen Freiburg zur „Wertvollsten Spielerin“ gewählt, und Alisa Greguric haben sich auf der Position zuletzt oft abgewechselt. Eine klare Nummer eins gibt es für Johansson weiterhin nicht. Für ihn ist das Zuspiel ein ganz wichtiges Element, gerade um die eigenen Angriffe noch effektvoller über das Netz zu bringen. „Schön wäre es, würden wir vom Start weg an den guten ersten Satz gegen Freiburg anknüpfen. Da haben wir mit viel Selbstvertrauen gespielt, was später verloren ging, als der Rückstand größer wurde. Wir müssen den Kampf annehmen und uns dafür auch belohnen“, wünscht sich Johansson.

Ein ganz wichtiger Faktor wird am Samstag einmal mehr die Unterstützung der Fans von den Rängen sein. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass das Villinger Publikum durchaus einen Gegner beeindrucken, aber auch motivieren kann. „In erster Linie liegt es an uns, mit gelungenen Aktionen die Zuschauer abzuholen. Wir haben sehr kompetente Anhänger, die unsere Probleme kennen, uns jedoch auch die schwache Leistung gegen Auerbach verziehen haben“, fügt der Villinger Trainer an.

Personell sieht es im Hinblick auf die Partie gut aus. Bis auf Schuhmacher steht der gesamte Kader zur Verfügung. Für die letzten Trainingseinheiten stockte Johansson das Team mit Spielerinnen aus der zweiten und dritten Mannschaft auf, um auf beiden Seiten sechs gegen sechs zu spielen. „Wir haben in dieser Woche einmal die Athletikeinheiten weggelassen und uns ganz auf die Spielpraxis konzentriert. Wir dürfen uns keine lange Anlaufzeit genehmigen und müssen sehr beweglich sein. Ulm hat nichts zu verlieren und wird uns alles abverlangen“, ergänzt Johansson. Er weiß, dass auf ihn und der Mannschaft am Samstag ein großer Druck liegt, dem sich alle Beteiligten stellen müssen.

Gleichzeitig glaubt der Übungsleiter nicht, dass sein Team den Gegner ob des letzten Tabellenplatzes unterschätzen wird. Johansson: „Da kann ich die Mädels gut einschätzen. Sie sind nicht die Typen dafür.“ Er wünscht sich, dass die Spielerinnen am Samstag ihre beste Form abrufen, denn drei Punkte wären ein erster wichtiger Schritt hin zu dem großen Ziel Klassenerhalt.

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