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26.01.2026 :: Damen 1 :: Bericht

Villingen gewinnt Fünf-Satz-Krimi

Redakteur/Quelle: Dietmar Zschäbitz / suedkurier.de

Drittliga-Volleyballerinnen setzen sich 3:2 (23:25, 16:25, 26:24, 25:18, 15:12) gegen Ulm durch. Die Gastgeberinnen feiern den ersten Heimsieg der Saison. Martina Sias als Wertvollste Spielerin ausgezeichnet.

Es ist geschafft. Im sechsten Heimspiel der Saison gelang den Villinger Volleyballerinnen der erste Heimsieg. Lange sah es jedoch nicht danach aus, denn die Gäste spielten keinesfalls wie ein Tabellenletzter und führten zwischenzeitlich mit 2:0 Sätzen. Dank einer großen Energieleistung und einer deutlichen Leistungssteigerung drehte Villingen die Partie und setzte sich in einem Fünf-Satz-Krimi vor 180 Zuschauern in 114 Spielminuten durch. Ein Erfolg, der die Chancen auf den Ligaerhalt steigert.

„Wir sind nicht gut gestartet und hatten bei der Ballannahme und den Aufschlägen unsere Schwierigkeiten. Glücklicherweise haben wir uns noch gefangen und in den letzten drei Sätzen unsere Angreiferinnen besser in Szene gesetzt. Nach dem Spielverlauf bin ich mit den zwei Punkten zufrieden und trauere keinem verlorenen Punkt nach“, resümierte Villingens Trainer Sven Johansson. Gästetrainer Jochen Lehner zeigte sich beeindruckt von der Unterstützung der Villinger Anhänger. „Ich bin zum dritten Mal in Villingen und sage zum dritten Mal, Glückwunsch zu diesen Fans. Wir hatten es im dritten Satz in der Hand, das Spiel für uns zu entscheiden. Dann hatte Villingen konditionelle Vorteile.“

Villingen startete erstmals mit der jungen Emma Kopf in der Startformation. Zusammen mit Lisa Grünwald, Michelle Cattarius, Patricia Storz, Pauline Kopf, Alisa Greguric und der wieder einmal zur wertvollsten Villinger Spielerin geehrten Martina Sias als Libera zeigte sich im ersten Satz lange kein Unterschied zwischen beiden Teams. Einmal lag Ulm etwas deutlicher vorne (3:7), später Villingen (16:13). Schließlich setzte sich Ulm in einem ausgeglichenen Satz knapp durch.

Nach dem ersten Seitenwechsel kam bei Villingen Greta Kopf neu ins Team. Ulm zeigte sich jetzt in der Abwehr sehr gefestigt und bei den Angaben sehr präzise. Die Aufschläge kamen so gefährlich über das Netz, dass Villingen in der Ballannahme große Schwierigkeiten bekam. Schnell setzte sich Ulm ab (4:9/10:17/14:22). Auch die Auszeiten von Johansson brachten keine Wende. Ulm spielte bärenstark auf und nutzte die Fehler der Gastgeber. Ulm erspielte sich zehn Satzbälle und nutzte den vierten zur 2:0-Führung. Zu diesem Zeitpunkt sah es für Villingen nicht gut aus.

Satz drei verlief wie der erste sehr ausgeglichen. Bei den Gastgebern gab Nicole Vornat kurzzeitig ihr Drittliga-Debüt. Mit dem dritten Satzball verkürzte Villingen auf 1:2. Mit diesem Satzgewinn wuchs das Selbstvertrauen. Der Auftakt in den vierten Durchgang verlief fast nach Wunsch. Beim 7:3 nahm Ulm die erste Auszeit, beim 17:11 die zweite. Villingen ließ sich davon nicht stoppen, brachte nun bessere Angaben und stand auch defensiv besser. Deutlich wurde der vierte Satz zum 2:2 Ausgleich genutzt.

Der Tie Break musste somit die Entscheidung bringen. Letztmals wurden die Seiten mit einer 8:7-Führung von Villingen gewechselt. Lisa Grünwald war es dann, die den Matchball zum 15:12 verwandelte und für großen Jubel in der Halle sorgte.

Stimmen zum Spiel

Lisa Grünwald (Villingen): „Wir haben vor dem Spiel nicht auf die Tabelle geschaut. Ich habe den Mädels gesagt, dass sie sich keinen Druck machen sollen. Wir wussten aus dem Hinspiel, dass Ulm kein typischer Tabellenletzter ist und entsprechend stark haben die Gäste auch gespielt.“

Martina Sias (Villingen): „In den ersten zwei Sätzen hatten wir große Schwierigkeiten bei der Ballannahme. Wir haben jedoch nie aufgegeben. In den letzten drei Sätzen war es eine großartige Teamleistung vor uns.“

Michelle Cattarius (Villingen): „Es war ein hartes Stück Arbeit. Wir hatten lange Phasen, in denen wir zu viele Fehler gemacht haben. Wir haben uns aber ins Spiel reingebissen. Der Sieg sollte uns Rückenwind für die kommenden Aufgaben geben.“

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