Redakteur/Quelle: Dietmar Zschäbitz / suedkurier.de
Für die Villinger Volleyballerinnen steht am Sonntag die weiteste Auswärtsreise der Saison bevor. Über 300 Kilometer sind es bis in das nördlich von Frankfurt am Main gelegene Bad Vilbel. Ende Oktober des vergangenen Jahres kassierte Villingen gegen Bad Vilbel eine 0:3-Heimniederlage, schnupperte jedoch zwischenzeitlich an einem Satzgewinn. In der vergangenen Saison gelang den Villingerinnen bei der 2:3-Niederlage in Bad Vilbel ein Punktgewinn. Den strebt das Team von Trainer Sven Johansson auch diesmal an. Bad Vilbel hat bereits 18 Punkte. Nach oben geht in der Tabelle wohl nichts mehr und auch in Abstiegsgefahr sollten „die Tulpen“, wie sich die Gastgeber selbst nennen, nicht mehr geraten.
Villingen feierte am vergangenen Wochenende einen schwer erkämpften 3:2-Heimsieg gegen Ulm, Bad Vilbel musste sich in Freiburg mit 0:3-Sätzen geschlagen geben. Umso mehr ließ Bad Vilbel eine Woche vorher mit einem 3:0-Heimsieg gegen den aktuellen Tabellenzweiten Heidelberg aufhorchen. „Unser Ziel muss es sein, an das gute Spiel der letzten drei Sätze gegen Ulm anzuknüpfen. Wir haben uns das Video vom ersten Vergleich gegen Bad Vilbel intensiv angeschaut und müssen sehr kreativ sein, um gegen die körperlich großen Blockspielerinnen von Bad Vilbel durchzukommen“, sagt Johansson. Besonders wichtig sei daher ein gutes Zuspiel auf die Angreiferinnen. Wieder ist offen, ob Alisa Greguric oder Leticia Nofz auf der Zuspielposition beginnen. „Ich warte da die Eindrücke aus der Trainingswoche ab, vielleicht sogar vor dem Spiel die Aufwärmphase, um zu sehen, welche Spielerin den besseren Eindruck hinterlässt“, lässt Johansson die Position offen. Gegen Ulm spielte Greguric durch, zuvor hatte Nofz längere Spielzeiten.
Steigern sollten sich die Villingerinnen zudem bei der Ballannahme, die Johansson zuletzt gegen Ulm als schwankend bezeichnete. Auch bei den eigenen Angaben sah der Trainer gegen Ulm noch Luft nach oben. Dementsprechend setzte der Übungsleiter im Training die Schwerpunkte. Bis auf die weiterhin verletzte Nina Schuhmacher sind alle Spielerinnen aus dem Kader fit und werden bei der langen Anreise im Bus sitzen. Auch Miriam Sass, die gegen Ulm fehlte und von Emma Kopf ersetzt wurde. Zusammen mit Pauline Kopf stehen somit drei Mittelblockerinnen für zwei Positionen bereit.
Da die Partie erst am Sonntag ausgetragen wird, hat Johansson am Freitag ein sehr intensives Training angesetzt. „Wir haben den Samstag zur Regeneration frei. Daher sollten wir am Freitag alles aus uns herausholen, um gut eingespielt nach Bad Vilbel zu reisen. Wir wollen dort punkten“, fügt Johansson an. Da am Wochenende alle Konkurrenten aus der zweiten Tabellenhälfte gegeneinander spielen, wäre es wichtig, die lange Rückreise nicht mit leeren Händen anzutreten.