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07.02.2026 :: Damen 1 :: Vorbericht

Schwere Partie für den TV Villingen

Redakteur/Quelle: Dietmar Zschäbitz / suedkurier.de

Drittliga-Volleyballerinnen empfangen TSV GA Stuttgart. Personalsorgen plagen TV-Trainer Sven Johansson. Die Gastgeberinnen haben jedoch zuletzt überzeugt.

Nach fünf Punkten aus den vergangenen zwei Partien möchten die Villinger Volleyballerinnen gerne gegen den Tabellenvierten aus Stuttgart nachlegen, denn im Tabellenkeller ist es weiterhin eng, zumal zuletzt auch die Villinger Konkurrenten aus Konstanz und Ulm gepunktet haben. „Wir sollten mit Beginn der Partie schnell an die gute Leistung aus dem siegreichen Spiel in Bad Vilbel anknüpfen. Auch da galten wir vor der Partie als chancenlos, doch wir haben es geschafft, einen starken Gegner mit der nötigen Aggressivität zu bezwingen“, betont Villingens Trainer Sven Johansson vor dem Heimspiel.

Die laufende Trainingswoche begann für Johansson überhaupt nicht nach Wunsch. Gleich mehrere Spielerinnen hatten sich mit Erkältungen abgemeldet. „So standen mir am Dienstag nur sechs Spielerinnen aus unserem Drittligakader zur Verfügung. Glücklicherweise konnten wir mit Spielerinnen aus der zweiten und dritten Mannschaft aufstocken, aber optimal war es im Training natürlich nicht“, ergänzt der Trainer. Er hofft, dass sich zumindest beim Abschlusstraining die Reihen wieder schließen. Deshalb wird er wohl auch auf das etablierte Athletiktraining verzichten und mehr auf den Spielrhythmus setzen.

Die Videoanalyse von der 0:3-Vorrundenniederlage in Stuttgart ergab, dass beim kommenden Gegner vor allem der Mittelblock nur schwer zu überwinden ist. Als Unterschiedsspielerin machte Johansson bei Stuttgart Annika Berndt aus, eine Außenangreiferin, die schon in der deutschen Jugendnationalmannschaft gespielt hat. Sie überzeuge mit variantenreichen Angriffen. Johansson hatte Berndt beim Hinspiel als wertvollste Spielerin bei Stuttgart benannt. In der deutschen Jugendauswahl spielte einst auch die ehemalige Villingerin Nadja Jäckle, die seit einigen Jahren das Trikot des TSV Stuttgart trägt, zuletzt jedoch nicht alle Spiele bestritt. Ob Jäckle am Samstag in Villingen erscheint, ist offen.

Johansson hofft nicht zuletzt wegen der jüngsten zwei Siege auf einen selbstbewussten Auftritt seiner Mannschaft. „Wir sollten aggressiv und doch möglichst fehlerfrei auftreten.“ Wichtig seien einmal mehr die erfahrenen Spielerinnen um Kapitänin Lisa Grünwald, die in Bad Vilbel als Führungsspielerinnen überzeugten und auch bei ihren Aufschlägen viel Druck erzeugten. Ob sich die Taktik umsetzen lässt, wird sich wohl erst am Spieltag entscheiden, wenn Johansson sieht, wer von den gesundheitlich angeschlagenen Spielerinnen wirklich zur Verfügung steht. Im Notfall werden wieder, wie auch zuletzt gegen Ulm, ein, zwei Spielerinnen aus der zweiten und dritten Mannschaft mit auflaufen. Wahrscheinlich wird Johansson auf der Trainerbank wieder die Unterstützung von Maxim Sartison erhalten. Der Spieler der TG Schwenningen half Johansson bereits vor zwei Wochen gegen Ulm – und Schwenningen ist am Samstag spielfrei. „Es wäre eine enorme Hilfe für mich, wenn Maxim kommt“, fügt der Villinger Coach an.

Die 0:3-Niederlage Anfang November in der Landeshauptstadt mag auf den ersten Blick sehr deutlich aussehen, doch die Villingerinnen holten in den Sätzen 21, 23 und 19 Einzelpunkte und waren nicht weit von einem möglichen Satzgewinn gegen Stuttgart entfernt. „Leider war es bei uns zuletzt öfters so, dass immer nur ein ganz kleines Stück fehlte. Wenn wir komplett sind, wollen und sollten wir punkten, denn bei der engen Tabellenkonstellation kann jeder Zähler im Kampf um den Ligaerhalt noch sehr wertvoll werden“, ergänzt Johansson mit Blick auf die Tabelle. Mit Konstanz und Auerbach stehen sich nahezu zeitgleich zudem zwei Teams gegenüber, die in der Tabelle unmittelbar hinter Villingen lauern.

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