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09.02.2026 :: Damen 1 :: Bericht

Volleyballerinnen gelingt Hattrick

Redakteur/Quelle: Dietmar Zschäbitz / suedkurier.de

Villinger Drittligist bezwingt im Heimspiel Stuttgart. Dritter 3:2-Erfolg in den vergangenen drei Partien. Sechs Punkte Vorsprung auf Abstiegsplatz.

Das gab es lange nicht. Drei Villinger Siege in Folge und alle im Tie-Break errungen. Nach dem Sieg gegen Ulm und dem Erfolg in Bad Vilbel holte Villingen nun auch gegen die auf Rang vier angereisten Stuttgarterinnen zwei Punkte. Da gleichzeitig der USC Konstanz ohne Punkte blieb, hat sich Villingen vier Spiele vor Saisonabschluss ein kleines Polster von sechs Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze geschaffen.

„Ich bin mit unserer Leistung sehr zufrieden, gerade weil wir unter der Woche wegen Krankheiten teilweise nur vier Spielerinnen im Training hatten. Mich freut, dass wir im Tie-Break die Nerven behalten haben. Wir sind weiterhin auf einen harten Kampf gegen den Abstieg eingestellt, doch wir haben uns eine gute Basis geschaffen“, resümierte TV-Trainer Sven Johansson die Partie. In den vergangenen Jahren stellte Stuttgart für Villingen mehrheitlich eine unüberwindbare Hürde dar. Stuttgarts Trainer Patrick Stähle stellte fest, dass sein Team im fünften Satz keine guten Lösungen gefunden habe.

Das Spiel begann kurios. Eine Gästespielerin traf mit ihrem Aufschlag einen Schiedsrichter mitten ins Gesicht, was eine rund zehnminütige Pause zur Folge hatte. Lisa Grünwald, Emma Kopf, Michelle Cattarius, Patricia Storz, Miriam Sass, Alisa Greguric und Libera Martina Sias hielten zunächst gut mit, doch beim 10:14-Rückstand musste Johansson eine Auszeit nehmen. Beim 12:17 sah es nicht gut aus, zumal die eigenen Angriffe und Angaben oft zu lang waren oder die Abwehr sich Fehler leistete. Langsam kämpfte sich Villingen wieder heran. Ein Ass der bärenstarken Lisa Grünwald zum 21:21 brachte Villingen auf die Siegerstraße, zumal Grünwald starke Angaben folgen ließ. Als ein Gäste-Angriff ins Aus ging, war die 1:0-Führung von Villingen perfekt.

Satz zwei verlief bis zum 11:11 ausgeglichen, dann zog Stuttgart davon (13:17/17:22) und sicherte sich mit sechs Punkten Vorsprung den Satzausgleich. Zwischenzeitlich stand beim Gastgeber Pauline Kopf auf dem Feld. Der verlorene Satz schockte Villingen indes nicht. Patricia Storz gelang in Satz drei ein Ass zum 4:2. Beim 10:10 ersetzte Leticia Nofz Alisa Greguric. Erneut gelang Grünwald eine kleine Aufschlagsserie (15:11). Villingen ließ nun nicht mehr locker und baute die Führung aus (18:13/23.15). Eine Angabe von Nofz, die Stuttgart nicht unter Kontrolle bekam, brachte den Satzgewinn.

Der vierte Satz begann mit einem Riesenschock für Villingen. Martina Sias musste verletzt vom Platz. Ihre Position übernahm Patricia Storz, die einige Zeit brauchte, um sich auf der ungewohnten Position einzuspielen. Stuttgart dominierte den Satz. „Durch den Ausfall von Martina hatten wir einen Bruch im Spiel. Exakt deswegen versuche ich im Training immer wieder, Spielerinnen auf ungewohnten Positionen spielen zu lassen“, so Johansson.

Im Tie Break agierte Storz und das ganze Team deutlich stärker. Villingen führte beim letzten Seitenwechsel mit 8:5. Die eingewechselte Nicole Vornat überzeugte in der Schlussphase mit starken Aufschlägen und natürlich war es Grünwald, die mit einem Angriff den Sieg perfekt machte. So war es keine Ünerraschung, dass Grünwald später zur wertvollsten Villinger Spielerin gewählt wurde.

Stimmen zum Spiel

Alisa Greguric (Spielerin Villingen): „Drei Siege in Folge sind natürlich gut für das Selbstvertrauen. Wir haben unser Saisonziel in den eigenen Händen. Noch lassen wir uns jedoch von kleinen eigenen Fehlern zu sehr beeinflussen.“

Pauline Kopf (Spielerin Villingen): „Nach der schweren Vorbereitung mit den vielen Krankheitsfällen vergangene Woche war es schwer, schnell wieder den Rhythmus zu finden. Wir haben es geschafft. Es zeichnet unsere Mannschaft aus, dass sich sich auch von Rückständen nicht aus dem Konzept bringen lässt. Ein Riesenschock war die Verletzung von Martina.“

Lisa Grünwald (Spielerin Villingen): „Obwohl uns in der Tabelle einige Punkte trennen, war es eine Partie auf Augenhöhe. Nach der Verletzung von Martina waren wir im vierten Satz wie ein kleiner Hühnerhaufen. Ich bin mächtig stolz auf die Mannschaft, dass sie danach einen so starken Tie-Break gespielt.“

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