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20.02.2026 :: Damen 1 :: Vorbericht

Volleyballerinnen mit Personalsorgen

Redakteur/Quelle: Dietmar Zschäbitz / suedkurier.de

Der TV Villingen gastiert beim Spitzenreiter TV Lebach. Trainer Johansson hat Sorgen bei der Besetzung der Libera-Position.

Nach einer einwöchigen Punktspielpause und vor einer erneut zweiwöchigen Unterbrechung gastieren die Villinger Volleyballerinnen beim Tabellenführer im Saarland. Lebach hat als Aufsteiger zwölf seiner bisherigen 14 Spiele gewonnen und strebt offenbar den Durchmarsch in die 2. Bundesliga an. Villingen wird die rund 250 Kilometer lange Anreise als klarer Außenseiter antreten, auch wenn dem Team um Trainer Sven Johansson zuletzt drei Siege gelangen. Völlig offen ist, wer bei Villingen auf der vakanten Libera-Position spielen wird.

Mit zuletzt drei Erfolgen im Tie-Break haben sich die Villingerinnen ein kleines Polster von sechs Punkten auf die Abstiegsplätze geschaffen. Jedoch haben die dahinter platzierten Teams zuletzt deutlich zugelegt und da es am Wochenende ein direktes Duell im Tabellenkeller zwischen Ulm und Konstanz geben wird, könnte der Villinger Vorsprung schmelzen. „Was in den anderen Spielen passiert, können wir nicht beeinflussen, zumal wir selbst große Sorgen haben“, betont Johansson. So stehen aktuell nur acht Spielerinnen aus dem Kader zur Verfügung. „In der minimalen Zusammensetzung werden wir nicht nach Lebach reisen. Zehn Spielerinnen sollten es mindestens sein“, ergänzt der Trainer.

Schwer wiegt der verletzungsbedingte Ausfall der zuletzt sehr starken Libera Martina Sias, die von den Ärzten ein vierwöchiges Sportverbot erhielt. Eine zweite Libera gibt es im Kader nicht. Wahrscheinlich wird Sabrina Neuweiler, eine Spielerin aus der zweiten Mannschaft, zum Einsatz kommen. Eventuell wäre auch Sina Völkle eine Option, die vor einem Jahr aus Holzgerlingen kam und zuletzt nach der Geburt ihres Kindes pausierte und in der Saison noch keine Minute spielte. „Sie hat erst einmal mit uns trainiert und wäre eher eine Option für das Saisonfinale“, so Johansson. Völkle sei eine erfahrene Spielerin, die auch eine gewisse Ruhe im Spiel mitbringt. Neuweiler hat zuletzt mehrfach mit dem Drittliga-Kader trainiert, hat jedoch noch nie eine Minute auf diesem Niveau gespielt. Aushelfen wird in Lebach auf jeden Fall Valeria Schaitel aus der zweiten Mannschaft, die aber eher auf einer anderen Position als Alternative zur Verfügung steht, jedoch Johansson ebenso wie Neuweiler bereits für die Tour ins Saarland bereits zugesagt hat. Vor allem jüngere Spielerinnen wie die Zwillinge Emma und Greta Kopf werden in Lebach viel Spielzeit erhalten.

„Wir wollen das Spiel dazu nutzen, um uns weiter zu entwickeln und zu stabilisieren. Die Gastgeberinnen werden uns zeigen, wo wir Schwachstellen haben. Das Spiel ordne ich daher eher unter dem Lernaspekt ein“, fügt Johansson ein. Im ersten Vergleich setzte sich Lebach in der Vorrunde in Villingen mit 3:1 durch, wobei Villingen in drei Sätzen nahezu auf Augenhöhe mitspielte und 21 respektive 23 Satzpunkte holte. Zwischenzeitlich hat Lebach jedoch einige Gänge höher geschaltet und am vergangenen Spieltag mit dem Erfolg in Freiburg einen Konkurrenten um die Meisterschaft distanziert. Für Villingen wird die heiße Meisterschaftsphase am 7. März beginnen, wenn die drei finalen Spiele gegen Mannschaften anstehen, gegen die in der Vorrunde bereits gepunktet wurde.

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