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23.02.2026 :: Damen 1 :: Bericht

Villingen ohne vier Leistungsträgerinnen nicht konkurrenzfähig

Redakteur/Quelle: Dietmar Zschäbitz / suedkurier.de

Drittliga-Volleyballerinnen verlieren beim TV Lebach klar mit 3:0 (25:12, 25:14, 25:12). Ersatzgeschwächte Gäste mit Spielerinnen aus der Verbands- und Landesliga.

Es kam, wie es kommen musste. Ohne die vier Leistungsträgerinnen Nina Schuhmacher, Martina Sias (beide verletzt), Lisa Grünwald (krank) und Patricia Storz (beruflich verhindert) hatten die Villinger Volleyballerinnen beim Tabellenführer absolut keine Chance. Vor rund 200 Zuschauern reichten den Saarländerinnen 63 Spielminuten, um Villingen die klarste Saisonniederlage beizufügen. Bei Villingen gaben mit Madalina Zagaicanu, Valeria Schaitel und Carolina Märkle gleich drei Spielerinnen aus der Verbands- und Landesliga ihr Drittliga-Debüt.

„Zunächst einmal bin ich froh, dass diese drei Spielerinnen uns geholfen haben. Ich habe sie am Samstag um 9 Uhr angerufen und um 11 Uhr standen alle drei am Bus. Großartig. Nachdem auch Lisa Grünwald wegen einer Krankheit kurzfristig abgesagt hatte, wusste ich, dass wir im Saarland keine Chance haben werden. Lebach war so gut, dass wir auch in Bestbesetzung da nicht gepunktet hätten. So ehrlich muss man sein“, resümierte Villingen Trainer Sven Johansson. Für die drei Debütantinnen war der Unterschied zwischen drei respektive vier Ligen zu hoch. „Eine starke Vorstellung zeigte Michelle Cattarius, die als Kapitänin eingesprungen war und auf dem Feld gerackert und alles getan hat, um einigermaßen gegenzuhalten. Wir können aus der Partie überhaupt nichts mitnehmen. Bei teilweise zehn Annahmefehlern in Folge hast du auf dem Niveau keine Chance. Wir müssen das Spiel ganz schnell vergessen und uns auf das Saisonfinale konzentrieren. Die zwei Wochen Punktspielpause gilt es zu nutzen und ich hoffe, dass wir dann auch personell wieder besser aufgestellt sind“, ergänzt Johansson. Cattarius wurde nach der Partie zur wertvollsten Villinger Spielerin gewählt.

Villingen startete mit Leticia Nofz, Greta Kopf, Emma Kopf, Pauline Kopf, Michelle Cattarius, Miriam Sass und Madalina Zagaicanu auf der Libera-Position. Mit dem 16:6 legte Lebach erstmals eine Differenz von zehn Punkten vor und hatte Villingen im Griff. Zwischenzeitlich gab Valeria Schaitel ihr Debüt, doch beim 24:12 hatte Lebach zwölf Satzpunkte und nutzte gleich den ersten zur 1:0 Führung.

Personell unverändert startete Villingen in den zweiten Satz, der ähnlich dominant für Lebach verlief. Beim 4:11 Rückstand nahm Johansson die erste Auszeit und brachte Alisa Greguric für Nofz, doch erneut spielte Lebach seine Klasse aus und hatte wieder beim 24:12 zwölf Satzpunkte. Zwei wehrte Villingen davon ab, doch dann war auch dieser Satz entschieden.

Zu Beginn des dritten Satzes gab mit Carolina Märkle eine weitere Villingerin ihr Drittliga-Debüt. Den 0:3 Rückstand egalisierte Villingen mit dem 3:3, doch danach wurde das Spiel wieder einseitig. Die Villinger Auszeiten beim 6:9 und 9:19 brachten auch keine Wende mehr. Lebach nutzte den zweiten von 13 Matchbällen zum souveränen Sieg.

Konkurrenten verlieren auch

„Mit nur sieben Spielerinnen aus dem Drittliga-Kader, darunter keine gelernte Annahmeaußenspielerin, haben wir eine Lehrstunde erhalten. Wir müssen das Spiel und die klare Niederlage abschütteln. Die wirklich wichtigen Spiele kommen jetzt gegen unmittelbare Konkurrenten um den Ligaerhalt“, ergänzt Johansson. Gut für Villingen ist, dass sich durch den nahezu gleichzeitigen Sieg des VfB Ulm gegen den USC Konstanz der Vorsprung auf die zwei Abstiegsplätze nicht verändert hat.

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