Redakteur/Quelle: Dietmar Zschäbitz / suedkurier.de
Mit dem Heimspiel gegen Ludwigsburg beginnt für die Villingerinnen die heiße Phase der Saison. Bei noch drei zu absolvierenden Spielen und sechs Punkten Vorsprung auf die zwei Abstiegsplätze könnte Villingen mit einem Heimsieg frühzeitig den Ligaerhalt perfekt machen. Vor allem dann, wenn die Konkurrenten aus Konstanz (in Heidelberg) und Ulm (in Stuttgart) ohne Punkte bleiben. Sogar eine 2:3-Niederlage würde reichen, wenn Konstanz und Ulm leer ausgehen. „Es wäre cool, wenn wir das am Samstag regeln würden. Jedoch liegt es nicht nur in unseren Händen. Klar ist jedoch, dass wir unsere Hausaufgaben machen wollen“, sagt TVV-Trainer Sven Johansson.
Am 23. November des vergangenen Jahres gelang Villingen ein 3:1-Überraschungserfolg in Ludwigsburg, wobei die Schwarzwälderinnen alle drei gewonnenen Sätze mit dem Minimalvorsprung von zwei Punkten holten. „Das war damals eine sehr enge Partie, die auch anders hätte ausgehen können. Wir haben unser Glück erzwungen und mit der gleichen Einstellung sollten wir am Samstag in das Spiel gehen. Wir müssen in den Köpfen die Tabelle und die mögliche Konstellation komplett ausblenden. Wir werden nur erfolgreich sein, wenn wir hoch konzentriert auftreten und Fehler vermeiden“, ergänzt Johansson und warnte sein Team vor körperlich sehr großen Gästespielerinnen, die im Block nur schwer zu überwinden seien. Ludwigsburg reist als Tabellensechster an, kann sich maximal noch um einen Platz verbessern und nicht mehr absteigen.
Abgehakt haben die Villingerinnen die hohe 0:3-Niederlage vor zwei Wochen in Lebach, als sie ohne vier Stammspielerinnen nicht konkurrenzfähig war. Vielmehr sind die drei davor errungenen Siege in Erinnerung. Am Samstag sieht es zudem personell deutlich besser aus, auch wenn Mittelblockerin Nina Schuhmacher nach überwundener Verletzung unter der Woche kränkelte und ein Einsatz fraglich erscheint. Dafür meldete sich am Dienstag überraschend Libera Martina Sias im Training zurück, mit der nach ihrer Knieverletzung frühestens beim Saisonfinale in drei Wochen gerechnet wurde. „Martina hat mit uns trainiert, die intensiven Übungen jedoch ausgelassen. Ich wollte es selbst nicht glauben, als sie wieder auf dem Feld stand. Wir werden vorsichtig mit ihr sein und kein Risiko eingehen. Sie muss nach dem Abschlusstraining selbst entscheiden, ob es mit einem Einsatz klappt“, ergänzt Johansson. Sollte es nicht klappen, würde Außenannahmespielerin Patricia Storz die Libera-Position bekleiden. Mit im Training sind aktuell weitere Spielerinnen aus der zweiten und dritten Mannschaft, um im Notfall reagieren zu können.
Nach zweiwöchiger Erkältungspause wird auch Kapitänin Lisa Grünwald wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Mit im Training ist zudem Sina Völkle, die nach der Geburt ihres Kindes wieder begonnen hat, laut Johansson jedoch eher in den zwei letzten Spielen eine Option sein könnte. Bei der Besetzung der Zuspielposition wartet der Trainer einmal mehr die Aufwärmphase ab, ob er Leticia Nofz oder Alisa Greguric das Startmandat erteilt.