Redakteur/Quelle: Dietmar Zschäbitz / suedkurier.de
Am kommenden Samstag fällt in der 3. Liga Süd der Volleyballerinnen der letzte Vorhang. Das 18. und letzte Saisonspiel verspricht wegen des Derbycharakters viel Spannung. Sportlich sind längst alle Fragen geklärt. Villingen hat den Klassenerhalt geschafft, Konstanz steigt ab. In den vergangenen Jahren war Konstanz für Villingen kein Lieblingsgegner, doch im Dezember des vergangenen Jahres gelang in Konstanz ein 3:1 Erfolg.
„Wir werden die Saison nicht einfach locker austrudeln lassen. Wir möchten uns unseren tollen Zuschauern noch einmal von der besten Seite zeigen und uns möglichst mit drei Punkten verabschieden. Zudem rechne ich mit einer Konstanzer Mannschaft, die schon allein wegen des Derbycharakters noch einmal alles reinwerfen wird“, sagt Villingens Trainer Sven Johansson. Daher plant der Villinger Übungsleiter, zumindest zu Beginn der Partie, keine personellen Experimente. „Wir werden mit der besten Mannschaft beginnen. Dennoch ist es mein Ziel, möglichst allen Spielerinnen die Chance zu geben, sich noch einmal vor unseren Fans zu zeigen.“
Im Training war die Villinger Mannschaft personell komplett. Auch Pauline Kopf, die zuletzt erkrankt passen musste, war wieder dabei. Noch schaltete Johansson bei den Übungseinheiten keinen Gang zurück. „Wir nehmen das letzte Spiel sehr ernst. Auch wenn wir uns in der Tabelle nicht mehr verbessern oder verschlechtern können, geht es darum, uns mit einem guten Eindruck in die Sommerpause zu verabschieden. Konstanz war in der Vergangenheit immer ein etwas unangenehmer Gegner und wird es auch am Samstag sein“, fügt Johansson an. So verstehen es die Gäste sehr gut, den gegnerischen Block anzuschalten, von dem die Bälle meist ins Aus gehen.
Auf eine taktische Marschrichtung wird Johansson nicht verzichten und wünscht sich für den finalen Auftritt clevere Spielzüge, druckvolle Angaben und variable Angriffe. Gerade was die Schlaghärte betrifft, hatten einige Villingerinnen zuletzt noch etwas Nachholbedarf.
Ziemlich sicher ist inzwischen, dass die zwei Drittliga-Absteiger VfB Ulm und USC Konstanz in der kommenden Drittliga-Saison wohl von den Frauen der SG Eintracht Frankfurt sowie vom TV Bretten ersetzt werden. Auch in diesen zwei Regionaligen steht am Wochenende der letzte Spieltag an. Zudem zeichnet sich ab, dass der TV Holz wohl aus der 2. Bundesliga absteigen wird. Unsicher ist, ob Drittliga-Meister TV Lebach sein Aufstiegsrecht wahrnimmt. Somit könnte in die 3. Liga in der kommenden Saison statt der bisherigen zehn Teams durchaus elf oder zwölf Mannschaften umfassen.