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30.03.2026 :: Damen 1 :: Bericht

Kein Abschied nach Maß für die Volleyballerinnen

Redakteur/Quelle: Dietmar Zschäbitz / suedkurier.de

Drittligist TV Villingen unterliegt USC Konstanz. Fünf-Satz-Spiel zum Saisonausklang 2:3 (23:25, 25:17, 25:19, 20:25, 10:15).

Die Villinger Volleyballerinnen haben sich mit einer unnötigen Heimniederlage aus der Saison verabschiedet. Noch im vierten Satz hatten die Schwarzwälderinnen alle Trümpfe in der eigenen Hand, verloren dann jedoch ihre spielerische Linie. Die Niederlage ist verschmerzbar, denn der Klassenerhalt stand schon vorher fest. Dennoch wollten sich die Villingerinnen vor erneut 300 Zuschauern besser verabschieden.

„Unser Manko im Spiel war, dass wir teilweise ohne eigenen Block gespielt haben. Wir hatten deutlich mehr vor, haben jedoch zu selten zu unserem Spiel gefunden. Ich hatte vor Konstanz gewarnt, denn ich wusste vom cleveren Spiel der Gäste. Wir wollten den gegnerischen Block anschlagen, aber das hat kaum geklappt. Im Tie Break ging schließlich die Konzentration etwas verloren. Wir hätten gerne den treuen Fans zum Abschluss einen Sieg geschenkt“, fasste Villingens Trainer Sven Johansson seine Eindrücke nach der Partie zusammen.

Villingen startete mit Lisa Grünwald, Pauline Kopf, Michelle Cattarius, Patricia Storz, Nina Schuhmacher, Alisa Greguric und Libera Martina Sias und einer 6:3 Führung in die Partie, die Konstanz schnell konterte (7:10, 10:14). Schon im ersten Satz und später noch mehr wechselte Johansson öfters das Personal. Villingen schaffte den 23:23 Ausgleich, doch danach entschied Konstanz den ersten Satz für sich.

Auch Satz zwei begann mit einigen Führungswechseln. Mit einer gelungenen Aufschlagserie machte Schuhmacher aus einem 12.13 Rückstand eine 18:13 Führung, die sich Villingen nicht mehr nehmen ließ. Cattarius schlug schließenlich den entscheidenden Ball zum 1:1 Satzausgleich.

In der Form machte Villingen auch nach dem erneuten Seitenwechsel weiter. Wieder war es Schuhmacher, der eine gute Aufschlagserie gelang, darunter ein Ass. Mit der 22:16 Führung war klar, dass sich Villingen diesen Satz holen wird. Diesmal gelang Grünwald der entscheidende Punkt, in dem sie den Konstanzer Block wie vom Trainer gewünscht anschlug und der Ball ins Seitenaus ging.

Satz vier begann wieder sehr ausgeglichen (7:7/10:10). Diesmal war es Leticia Nofz, der vier gute Angaben in Folge gelangen. Doch das Spiel lief nun nicht mehr rund und Johansson war schnell gezwungen, beide Auszeiten zu nehmen (14:16/19:21). Diese brachten jedoch nichts ein und Konstanz gelang der Satzausgleich.

Villingen, zuletzt gerade im Tie Break immer stark, lag diesmal im fünften Satz schnell zurück (2:6/5:8). Trotz einiger Spielerwechsel blieb der Rückstand konstant bei drei bis vier Punkten und so sicherte sich Konstanz schließlich den Spielgewinn. Als wertvollste Villinger Spielerin wurde nach der Partie Lisa Grünwald ausgezeichnet.

Stimmen zum Spiel

Michelle Cattarius (Spielerin TV Villingen): „Für uns war gegen Konstanz deutlich mehr drin. In den zwei gewonnen Sätzen haben wir mega gut gespielt. Dann schlichen sich immer wieder Fehler in unser Spiel ein, vor allem im Tie Break. Wir hatten uns sehr viel vorgenommen und sind enttäuscht, dass wir das nicht umgesetzt haben.“

Lisa Grünwald (Spielerin TV Villingen): „Es war ein enges Spiel und letztlich hat Konstanz weniger Fehler gemacht. Wir dürfen dennoch stolz auf die Saison sein, denn es war lange undenkbar, dass wir schon am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt sicher haben.“

Nina Schuhmacher (Spielerin TV Villingen): „Für uns wären in der Saison zwei, drei Siege mehr möglich gewesen. Wir hatten in eingen Partie auch etwas Pech. Selbst bei einigen 0:3 Niederlagen waren wir nicht schlechter als die Gegner. Da fehlte manchmal das Quätchen Glück. Für unsere jungen Spielerinnen war die Saison wertvoll. Da ist eine Entwicklung zu sehen.“

Trainer Johansson verlängert

TV Villingen Geschäftsführer Sven Kieninger nutzte nach dem Spiel die Chance, um die lange erwartete Verlängerung mit Trainer Sven Johansson öffentlich zu machen, der somit auch in der Saison 2026/27 an der Seitenlinie stehen wird. Gesucht wird weiterhin ein Co-Trainer. „Wir hatten am Freitag ein Gespräch mit allen Volleyball-Trainern im Verein und am Samstag ein Gespräch mit der Geschäftsführung des Vereins. Alle haben mir ihre weitere Unterstützung signalisiert, wobei es auch um einige Dinge im Umfeld sowie bei den Auswärtsspielen ging. Wir haben uns geeinigt und ich mache den Job sehr gerne“, sagte Joahnsson. Denkbar erscheint nun, dass bei den weiten Auswärtsfahtren wie nach Hessen auch Übernachtungen in Jugendherbergen möglich sind.

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