Aktuell

02.11.2026 :: Damen 1 :: Bericht

TV Villingen verliert auch das Kellerduell

Redakteur/Quelle: daz / suedkurier.de

Drittliga-Volleyballerinnen bleiben nach der deutlichen Heimniederlage punktlos am Tabellenende. Gäste aus Stuttgart waren in allen Belangen das bessere Team.

Tabellenschlusslicht gegen Vorletzten, beide nach vier Spielen sieglos. Wer da auf ein Duell zwischen zwei Teams auf Augenhöhe gesetzt hatte, wurde schnell enttäuscht. Villingen war den Gästen in allen Belangen unterlegen, zumal Spielführerin Michelle Cattarius wegen einer Verletzung im Abschlusstraining nur auf der Bank saß. Damit scheint schon jetzt klar, dass für Villingen der angestrebte Klassenerhalt ein ganz schwieriges Unterfangen werden wird.

Schon im ersten Satz gelang es Patricia Storz, Emma Kopf, Jule Gaisser, Martina Sias, Pauline Kopf, Alisa Greguric und Libera Sina Völkle nicht einmal, selbst in Führung zu gehen. Mit dem ersten Ballwechsel rannte Villingen einem Rückstand hinterher. Ab dem 3:3 setzten sich die Gäste immer deutlicher ab (7:11 ,11:17, 14:20). Villingens Trainer Sven Johansson versuchte mit zwei schnellen Auszeiten die Gäste aus dem Rhythmus und mehr Struktur ins eigene Spiel zu bringen, doch das misslang wie die Einwechslungen. Nach nur 20 Minuten nutzte Stuttgart den ersten Satzball zum 0:1.

Satz zwei begann mit einer 2:0 Führung von Villingen, die jedoch schnell wieder verspielt war. Vor allem die harten und druckvollen Sprungaufschläge der Gäste bekamen die Villinger nie unter Kontrolle. Die eigenen Angaben hatten diesen Druck nicht und zudem scheiterte Villingen bei eigenen Angriffen oft am guten Block der Gäste. „Wir haben allein in diesem zweiten Satz 13 Bälle viel zu locker über das Netz geschlagen. Zudem haben wir viel zu passiv gespielt. So kannst du keinen Gegner in Schwierigkeiten bringen“, sagt Johansson nach der Partie. Hinzu kamen massive Annahmefehler. Stuttgart erhöhte nach 18 weiteren Minuten auf 0:2.

Immerhin war im dritten Satz ein Aufbäumen von Villingen zu sehen. Die 4:0 Führung konterte Stuttgart mit einem 4:5. Villingen aber blieb dran (10:8), doch ab dem 12:12 hatte Stuttgart wieder deutliche Vorteile. Dennoch gelang es Villingen, den Satz bis zum 20:20 offen zu gestalten, bevor die Gäste sich auch diesen dritten Satz und damit den Spielgewinn sicherten. Wertvollste Villinger Spielerin wurde Martina Sias.

Villingen hat nun eine zweiwöchige Punktspielpause, um an den Schwachstellen zu arbeiten. „Ich werde mir etwas einfallen lassen müssen, wie wir unsere Angaben verbessern. Stuttgart hat uns, wie vorher auch schon andere Gegner gezeigt, dass sie mit Sprungaufschlägen viel Gefährlichkeit entwickeln. Auch bei der Schlaghärte hatten wir gegenüber allen bisherigen Gegnern deutliche Nachteile. Hinzu kommen die Annahmefehler. Wir haben viel Arbeit vor uns“, analysiert Johansson.

Stimmen zum Spiel

Martina Sias (TV Villingen): „Es war natürlich ein Schlag für uns, dass Michelle sich verletzt hatte. Sie fehlte uns mit ihrer Erfahrung. Wir haben es nur im dritten Satz geschafft, den Gegner zeitweise in Schwierigkeiten zu bringen. Wir haben viele junge Spielerinnen, die in ihrer Entwicklung noch Zeit brauchen. Natürlich ist der Saisonstart nicht das, was wir uns vorgestellt hatten.“

Alisa Greguric (TV Villingen): „Aktuell ist es so, dass die ersten Aktionen, die bei uns nicht klappen, zu einer Versicherung führen. Im Training sieht unser Spiel deutlich besser aus. Wir müssen es jetzt schnell schaffen, diese Trainingsleistungen in die Punktspiele zu übernehmen.“

powered by webEdition CMS